Die private Krankenversicherung ist ein funktionierendes System
Die private Krankenversicherung bietet unterschiedliche Tarife an - vom Basisschutz bis zum Spitzenschutz. Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mit einem weitgehend einheitlichen Leistungskatalog und Beitragssatz wählt der Versicherte in der privaten Krankenversicherung (PKV) den Versicherungsschutz nach einen individuellen Bedürfnissen und Präferenzen aus und beeinflusst damit auch seine Prämienhöhe.
Der in der privaten Krankenversicherung (PKV) einmal vereinbarte Versicherungsschutz gilt lebenslang. Auch im Wege von Gesundheitsreformen kann dieser nicht verändert werden. Leistungskürzungen sind ausgeschlossen.
Die Prämien in der PKV bilden die Realität ab. Sie sind nicht politisch beeinflusst, sondern müssen nach gesetzlichen Vorgaben unter Anwendung versicherungsmathematischer Methoden so kalkuliert werden, dass sie die künftig zu erwartenden Gesundheitskosten des Versicherten decken.
Privatversicherte kennen die Gesundheitskosten, die sie verursachen, weil sie eine Rechnung über die vom Arzt erbrachten Leistungen erhalten und diese zunächst selbst begleichen. Aufgrund dieses Prinzips der Kostenerstattung sowie eines Selbstbehaltes in den meisten PKV-Tarifen haben Privatversicherte einen hohen Anreiz, sich kostenbewusst zu verhalten.
Ärzte wissen, welche Vergütung sie bei der Behandlung von Privatpatienten erhalten, weil diese in einer amtlichen Gebührenordnung festgelegt ist. Dagegen erfahren sie bei gesetzlich Versicherten in der Regel erst viele Monate später, in welcher Höhe sie ihre erbrachten Leistungen von den gesetzlichen Kassen vergütet bekommen.
Die privaten Krankenversicherungen sind - anders als die gesetzlichen Krankenversicherungen - schuldenfrei und zahlen Steuern.
Die private Krankenversicherung belastet nicht die nachwachsenden Generationen.
In der PKV sind die Beiträge so kalkuliert, dass jede Versichertengeneration selbst ihre Kosten trägt. Nachwachsende Generationen werden nicht belastet. Solange die Versicherte jünger sind, werden mit einem Teil der Prämien Alterungsrückstellungen aufgebaut. Aus diesen werden später die im Alter ansteigenden Gesundheitskosten finanziert.
In der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung ticken dagegen aufgrund der demographischen Entwicklung gewaltige Zeitbomben. Eine sinkende Zahl von Erwerbstätigen muss immer mehr Ältere mit altersbedingt steigenden Krankheits- und Pflegekosten finanzieren. Schon heute beträgt das jährliche Defizit in der gesetzlichen Krankenversicherung der Rentner, die nur 41 % der von ihnen verursachten Leistungsausgaben durch eigene Beiträge selbst finanzieren, gut 36 Mrd. €. Die umlagefinanzierte GKV gerät damit immer stärker an die Grenzen ihrer Finanzierbarkeit.
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